Ich Bau ein Haus
Erfahrungen mit Handwerkern mit Ausstattungen mit Heizung

Unsere Erfahrungen...

Auf dieser Seite werden die Erfahrungen mit Marklern und Baufirmen erörtert. Nach einigen Monaten haben wir Erfahrungen z.B. mit Heizungsarten, Türen oder Treppen gemacht, die wir hier dokumentiert haben.

Ein Markler ist mehr als genug...

Unterm Strich haben wir zwei Markler bezahlt. Einmal den eigentlichen Markler, der das Grundstück nicht verkaufen konnte und ein zweites Mal den Splitter, der das Grundstück geteilt, annonciert und uns dann auch verkauft hat - wenn auch unter einem anderen Deckmantel.

Das passiert, wenn man eine Immobilie unbedingt haben will...

Witzig war, dass der Markler 2 Tage nach Rechnungseingang auch gleich die Mahnung geschickt hat.
Wir mussten aushandeln, wer den Markler zur Schnecke machen durfte :-)
Meine Frau hat gewonnen :-(
Was aber wiederrum zeigt, was für Haie in deser Brache unterwegs sind.

Augen auf bei der Wahl der Baufirma...

Bei dem Bau eines Hauses geht es so richtig um Kohle. Oft geht man ziemlich an die finanziellen Grenzen. Die falsche Baufirma kann u. U. sehr viel Geld kosten - und das für eine verdammt lange Zeit.
Wir rechnen, dass wir einen Verlust von rund 60.000€ erlitten haben zzgl. der Mehrkosten, die wir als Privatpersonen zahlen mussten, als wir Handwerker privat und unter Zeitdruck beauftragten. Leider haben wir die rund 15% der Streitsumme nicht, die ein Prozess verschlingen kann. Und selbst wenn wir gewinnen würden, gibt es immer noch die Möglichkeit, dass die Baufirma Konkurs anmeldet und wir dann doch auf unseren Kosten sitzen bleiben würden.
Ein Hoch auf unsere Justitz.
Daher lohnt es sich, ein wenig Erfahrungen über die Baufirma einzuholen.

  • Es gibt den elektronischen Bundesanzeiger.
    Hier kann man sich kostenfrei über die letzten Jahre der Baufirma erkundigen. Sollte jemand nicht in der Lage sein, eine Bilanz zu lesen, gibt's dafür den Steuerberater oder Freunde und Bekannte.
    Der Einsatz lohnt sich auf ale Fälle.
  • Eine Firma, die im Bundesanzeiger nicht gelistet ist, oder deren letzte Bilanzen nicht veröffentlicht wurden, hat meiner Meinung nach schon einen erhöhten Erklärungbedarf.
    Aber keine Angst, ein vernünfiger Verkäufer schüttelt das aus dem Hemdsärmel.
    Es gibt leider zu viele Firmen, die schnell da und auch schnell wieder weg sind.
    Meiner Meinung nach ist hier das deutsche Konkursrecht zu nachlässig - aber wen interessiert's.
  • Eine Firma, die erst seit kurzer Zeit besteht ist meiner Meinung nach undurchsichtig.
    Sorry für alle seriösen Newcomer - Aber es geht um verdammt viel Geld.
  • Das Thema mit den Referenzen ist ein wenig heikel.
    Wir haben erlebt, dass Familien beeinflussbar sind:
    "Sag was wir wollen, sonst sind wir pleite und Dein Haus wird nie fertig."
    Soll alles schon mal passiert sein...
  • Handelt es sich um ein reines Planungsbüro, oder um eine Baufirma, die selber baut?
    Eine Baufirma muss selber für ihre Fehler einstehen. Ein Planungsbüro hingegen wird immer versuchen Fehler auf die ausführende Firma abzuwälzen.
    Ein beliebtes Spiel korrupter Planungsfirmen ist es vom Kunden die Gelder einzuziehen und Handwerker nicht zu bezahlen. Nach dem Verschieben der Gelder wird kurzfristig die Firma verkauft oder Konkurs angemeldet.
    Somit können Planungsfirmen Handwerker und Kunden schnell in den Ruin treiben.
  • Zahlungspläne:
    Ein Blick auf einen Zahlungsplan lohnt sich immer.
    Es gibt wohl Muster von der Handwerkskammer?! Das haben wir leider zu spät erfahren.
    Unser Zahlungsplan war für uns nicht gut. Der Zahlungsplan richtet sich i. A. immer nach dem Gesamtpreis. Das ist jedoch nicht richtig. Warum zahle ich den Abriss oder die Bodenplatte prozentual zum Grundpreis inkl. dem Aufpreis für Heizung, Kaminofen und Dämmung?
    Ein Zahlungsplan ohne Sonderwünsche wäre richtiger. Und Sonderwünsche werden nach Abnahme bzw. Einbau bezahlt.
    Bis zur Fertigstellung der OG-Decke waren es nach unserem Zahlungsplan bereits 27% . Warum auf den Preis inkl. der Sonderwunschliste? 27% von rund 47.000€ sind rund 12.700€.
    Damit ist eine Baufirma (in unserem ein Planungsbüro) auf jeden Fall überbezahlt.
    Im Streitfall wrd es schwierig das Geld zurück zu bekommen, da man ja den Vertrag unterschrieben und damit zugestimmt hat.
    Tja, für uns leider zu spät.

Handwerker:

Normalerweise sollte das bei einer vernüftigen Baufirma nicht nötig sein. Aber für den Fall der Fälle:

  • es sollten immer mind. 3 Angebote eingeholt und Preise und Leistungen verglichen werden.
    Bei einigen wenigen Gewerken (z.B. Sanitär) hatten wir keine Zeit und auch keine Wahl, eine andere Firma zu suchen. Unsere Erfahrungen waren nicht gut.
    Am Ende gab es viele Diskussionen um das liebe Geld. Und um es auf den Punkt zu bringen: wir kamen mit einem blauen Auge davon...
  • Mündliche Vereinbarungen sind vor und während der Bauphase super.
    Wenn es um die Abrechnung geht, leider nicht mehr. Jetzt werden aus besten Freunden, die wildesten Reisser.
    Besser alles schriftlich festzuhalten...
    Dann sollte es am Ende keine Diskussionen geben. Wird's trotzdem, aber eher zum Vorteil des Kunden, nicht des Handwerkers...
  • vor der Zahlung einer Rechnung sollte immer geprüft werden, ob ein Einbehalt nicht Sinn macht.
    Einen Handwerker, der sein Geld bekommen hat, sieht man selten wieder.
    Gelder, die bezahlt sind, bekommt man nur sehr schwer wieder zurück.
    Leider sind das meine Erfahrungen. Und es tut mir leid um diejenigen, die in ihrem Bereich zuverlässig arbeiten.
  • im Stress des Bauens haben wir es geschafft, Vorabrechnungen zu bezahlen, die über den Endpreis der Arbeiten ging. Das Geld war natürlich verloren. Plötzlich waren Positionen auf der Abschlussrechnung, die im Angebot nicht standen.
    Man sollte immer versuchen etwas in der Hand zu haben. Dann funktioniert's.
    Nur den Bogen nicht überspannen. Leitet jemand gute Arbeit, soll er auch sein Geld bekommen.
  • Anzahlungen sollten nie über den Materialpreis gehen. Und immer daran denken, es sollen Einkaufsbedingungen sein. Nicht die Verkaufspreise.

Dokumentationen:

  • Bilder sagen mehr als tausend Worte. Es ist immer gut viele Bilder zu machen. Lieber mehr als weniger. Oft sind Dinge wichtig, die einem auf Anhieb nicht bedeutsam erscheinen. Zum Glück kostet das heutzutage nichts mehr.
    Und am Ende wird man sich immer ärgern zu wenig Bilder gemacht zu haben - zumindest geht es uns so - aber im Eifer des Gefechts kann das schon mal passieren.
  • Gespräche dokumentieren und per Mail oder Fax verschicken. Damit haben Firmen bei Unstimmigkeiten die Möglichkeit zu wiedersprechen.
    Tun sie das nicht, erklären sie sich damit automatisch einverstanden.
  • Sehr cool ist's wenn ein Architekt unabhängig von der Baufirma ist.
  • Telefonanrufe sollten festgehalten werden, wenn es sich häuft, dass der Auftragnehmer den Anruf nicht annimmt bzw. sich verleugnen läßt. Anfangs werden Kunden hofiert, dann sind sie lästigt und letztendlch (vor allem wenn sie Mängel haben) nervig und überflüssig.
    Viele Bauleute haben gar keinen Anrufbeantworter - und somit läßt sich der Anruf auf dem Einzelverbindungsnachweis des Handys nicht mehr belegen.

Freunde und Bekannte:

Beim Geld hört meistens die Freundschaft auf.
Rückwirkend muss ich leider sagen, dass so manche vermeindliche Hilfe bestimmt nett gemeint war, uns aber doch gut Geld gekostet hat. Das Schlimmste ist, dass man danach noch nett sein muss.
Unsere Freund haben an uns sicherlich einige Tausend € verdient.
Daher:

  • Preise immer neutral vergleichen.
  • Immer offen bleiben und die Wahrheit auf den Tisch bringen. Dann kann man sich wieder offen in die Augen sehen.

Vermittler und Internet:

Ganz pauschal würde ich sagen, dass eine ordentliche Firma keine Vermitter nötig hat. Vor allem nicht im heutigen Bauboom. Ein guter Handwerker lebt von seinem guten Ruf. Nur den muss er sich erst erarbeiten.
Sollten wir (Häuslebauer) einen guten Handwerker brauchen, ist's vielleicht hilfreich auf diese Wege zurückzugreifen.
Wir haben es teilweise gebraucht und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

  • Mir persönlich sind Vermittler dubios. Wir hatten einen Vermittler. Es hat sich rausgestellt, dass der den gleichen Verdienst hatte, wie der der die Arbeiten ausgeführt hat. Und das in einer Größenordnung von je 10.000€. Der Effekt war, dass der Kanalbauer seine Arbeiten nicht fertig machte.
    Kein Wunder, dass solche Arbeiten nicht weiterempfohlen werden.
    Um fair zu bleiben, muss ich jedoch sagen, dass unser Treppenbauer über den gleichen Vermittler kam und perfekt gearbeitet hat.
  • Natürlich haben wir Arbeiten auch bei über das Internet ausgeschrieben. Unter myHammer kamen aber nur wenig Antworten. Sicherlich sind Arbeiten wie Maler, Putzer besser vertreten, als das was wir suchten.
    Unser Kanalbauer arbeitet auch mit myHammer (der Treppenbauer nicht).

In eigener Sache:

  • Muss es gleich das volle Programm sein?
    Im Laufe der Zeit sieht man viel (bei Freunden, Bekannten und auch über die Baufirma). Irgendwer hat immer etwas, was noch toller ist und von dem man meint, dass es auch sein müßte.
    Aber man sollte sich die Frage stellen, ob es wirklich nötig ist?!
    Habe ich es in den letzten Mietswohnungen vermisst?
    Vieles kann man nachrüsten. Es reicht, dass die Grundlage geschaffen ist (z.B. Kaminvorbereitung u.Ä.)
    Solar und Photovoltaik sind enorme Reisser. Aber rechnet sich das wirklich? Muss das in der ersten Phase sein? Oder: kaufe ich lieber ein paar Möbel oder behalte sogar ein paar Reserven für die erste Sondertilgung?
  • Und nie vergessen - final heißt es immer:

    Am Ende des Geldes ist noch so viel Hausbau übrig.

    Es kommt immer noch die eine oder andere Rechnung, mit der wir nicht gerechnet haben.

 

Hier geht's zurück zu den Erfahrungen mit Ausstattungen oder Heizung.

Zuletzt geändert am 10.03.2012 02:59

 

Kommentar Seite 1 von 1
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Häuslebauer
Gesendet vor 2080 Tagen
Das mit dem Bundesanzeiger ist schlichtweg falsch. Ein Einzelunternehmen, bei dem der Inhaber noch mit seinem Privatvermögen haftet, muss seine Bilanzen nichts veröffentlichen. Man wird also über ein inhabergeführtes Bauunternehmen nichts im Bundesanzeiger finden, was aber noch lange nicht heißen muss, d[Uups] das eine miese Firma ist.
Zur Veröffentlichung sind nur bilanzierende Körperschaften verpflichtet (GmbH u.Ä.)
 

Aktuelles von der Front:

10.03.2012:

Erfahrungen mit Heizung dokumentiert
Es gibt eine neue Seite: Erfahrungen - Heizung.
Hier werden die ersten Erfahrungen mit unserer Wärmepumpe in der Polarzeit (Ende Jan. 2011 bis Mitte Feb 2012) beschrieben.

 

01.03.2012:

Mit steigenden Temperaturen beruhigt sich die WP
Nachdem die Temperaturen Mitte Feb. 2012 wieder von dem Polar-Tief (-18°C) wieder hochgehen, beruhigt sich die Wärmepumpe wieder. Derzeit liegen wir wieder bei Nachttemperaturen um die 0°C und Tagtemperaturen um knapp über 10°C.
Da läuft die Wärmepumpe wieder zeitweise.

01.02.2012:

Die Wärmepumpe läuft und läuft
Die Temperaturen gehen ziemlich in den Keller. In den letzten Tagen hatten wir bis zu 15° Kälte. Trotzdem sind die Kosen für die Wärmepumpe von 59 auf nur 71€ gestiegen. Zusätzlich haben wir die Grundtemperatur mal wieder erhöht um den Boden wärmer zu haben.

16.01.2012:

Die Rechnungsserie will nicht abreissen
Nachdem wir jetzt ca. 9 Monate hier wohnen, haben wir wieder eine Ankündigung einer erneuten Vermessung bekommen. Die ursprüngliche Vermessung hat schon 2.500€ gekostet. Dann mussten wir vor einigen Monaten ein Schnurgerüst beauftragen, über dessen Bezahlung und Beauftragung wir heute noch streiten.
Und wieder kommen Kosten von 900 bis 1.200€ auf uns zu.
Auch die Straße muss wegen unserem Abwasseranschluss wieder neu geteert werden. Das liegt in der Hoheit der Stadt. Dieses Damoklesschwert hängt auch noch über uns.

Siehe unter Bauherren-Tagebücher-DE

16.01.2012:

Das Eingangstor ist fertig.
Ist ganz schön gut geworden. Schön, dass wir uns die Kosten mit unserem Nachbarn teilen können. Bisher habe ich es leider bisher nur im Dunkeln gesehen. Bilder werden noch folgen.

20.12.2011:

Die Heizung in einem der Kellerräume heizt schier ununterbrochen
Nach der Nachbesserung des Elektrikers funktionieren nun zwar die Steuerungen der rechten und linken Kellerräume, aber dafür läuft die Fußbodenheizungen des mitteleren Kellerraums unaufhörich und vor allem unabhängig von dem Thermostaten. Das war vorher nicht so...
Das werden wir nächstes Jahr klären.

19.12.2011:

Nachricht über offene Posten eines Insolvenzverwalters
Über die Baufirma unseres Nachbarn haben wir die Garage, Pflaster- und Gartenarbeten bestellt. Das Meiste haben wir auch bezahlt. Manches haben wir auch gekürzt, weil die Leistung unvollständig erbracht wurde, oder wir nachbessern mussten. Es war alles diskutiert und dokumentiert.
Jetzt fangen wir wieder von vorne an...

15.12.2011:

Offene Sanitärarbeiten werden erledigt...
Die Sanitärfirma schickt einen erfahrenen Mitarbeiter, der die offenen Arbeiten erledigt.
Bleibt nur noch die Frage nach dem Wasserschaden. Das werden wir klären, wenn die Rechnung für die Reparatur vorliegt.

13.12.2011:

Elektro wird nachgebessert...
Nach über zwei Wochen, wurden einige Elektroarbeiten nachgebessert.